Einer der Hauptgründe warum ich den Zivildienst wählte, war das ich wegwollte, einerseits bot er stellen in ganz Österreich und hätte mir damit einen Übergang zu dem Großstadtleben erleichtert, ich hätte einfach mal schon eine Aufgabe und ein Einkommen gehabt und wäre schon mal nicht komplett verwahrlost gewesen. Als sich dann noch die Möglichkeit eines Auslandszivildienstes in Amerika bot, war ich sogar froh Zivildiener sein zu können. Dach als sich mal diese Möglichkeit auflöste, überlegte ich ob ich gleich in Wien (warum zweimal umziehen, nur weil ich doch ein paar leute in klagenfurt kenne) gehen sollte. Als ich mich dann dafür entschloss und mich bei einer Stelle bewarb wäre es immer noch ein Weg gewesen mit dem ich doch ganz einverstanden gewesen wäre. Doch dann wurden meine Pläne/Träume zum dritten mal zunichte gemacht. Jetzt ist meine Stelle nicht einmal mehr in Klagenfurt, aber erbarmt sich erst recht wieder nicht mich doch einfach in Völkermarkt zu lassen. Erst recht sitzt ich wieder irgendwo dazwischen fest und kann wieder zu irgendeiner Scheißzeit aufstehen und ewig hin und herfahren. Dann noch mit Leuten, die ich als Speigel von dem sehe was ich sein könnte oder einmal sein könnte zusammenarbeiten zu müssen, in einer Organisation der evangelischen Kirche (als Atheist trag ich eh schon seit Jahren mein röm. kath. Bekenntnis rum, das sich seit langem wie ein Kreuz am Rücken, das man einen Berg raufträgt, anfühlt), bei der ich dann noch wahrscheinloch andauernt mit einem Auto herumkurven soll (ich hasse es). Es ist als ob man einem bereits am Boden liegenden noch Salz auf die bereits wundgetretenen Genitalien streut. Es fühlt sich einfach so ungerecht an.
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